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Aktuelles
Pünktlichst am 29. April sind die Mauersegler eingetroffen – jetzt beginnt der „ornithologische“ Sommer. Auch die anderen Langstreckenzieher wie die Fliegenschnäpper und Gartenrotschwänze sind da. Letzterer ist schon heftig am Singen, gut zu hören vor allem in den Kleingärten. In wenigen Tagen werden auch die „Ganzweit-Langstreckenzieher“ wie Karmingimpel, Zwergschnäpper, Pirole, Neuntöter oder Bienenfresser ankommen.
Unsere „Standvögel“ hingegen sind schon fleißig am Brüten, manche hört man kaum mehr (z.B. Kleiber) und von einigen wird man bald die Jungvögel hören und sehen können.
Die Botanik ist mindestens so pünktlich, die Robinien schicken sich schon an zu blühen – zur Freude der Bienen. Danach werden die Sommerlinden mit ihren Blüten aufwarten, wobei sie jetzt schon heftig von Blattläusen besucht werden und der Honigtau nicht nur das Bienenvolk, sondern alle anderen Schleckermäuler bedient.
D.h., meines Erachtens ist noch alles „just in time“, und wenn es genug Regen gibt, wird es ein „richtiger“ Sommer werden – wie die Jahrmillionen vorher auch!
Etwas traurig sind wir darüber, dass es bis jetzt nur im äußersten Norden in den Isarauen Kauzkinder gibt. Im Englischen Garten und meines Wissens auch im Nymphenburger Park herrscht noch Stille! Wir müssen noch auf Mitte Mai warten – vielleicht wird’s ja noch was – wär schön!
Endlich werden die Tage nicht nur länger, sondern auch wärmer. Wobei die Vögel schon seit einiger Zeit deutlich hörbar singen, aber jetzt macht es mehr Freude, sich die Gesänge auch draußen anzuhören. Dabei kann man auch die Frühlingsblüher schon durch das liegengebliebene Laub rausspitzeln sehen – meist natürlich der unverwüstliche Ahronstab. Also – Vorsicht – nicht verwechseln mit Bärlauch, der sitzt noch nicht sichtbar in der Erde.
Besonders schön ist es, den Buchfinken beim Einüben ihrer Gesänge zuzuhören. Noch habe ich keine neuen Überschläge gehört, aber die „Üblichen“ werden schon recht hübsch vorgetragen. Sogar die ersten Zilpzalpe waren nicht nur zu hören, sondern sie hüpften auch schon flott durch die laublosen Zweige.
Mal sehen, wie der Frühling sich weiter gestaltet. Wie auch immer, wird am 20. März Tag-und-Nachtgleiche sein, denn auf die Sonne ist – wie in den letzten paar Millionen Jahren vorher auch – Verlass!
Die Käuze im Engl. Garten machen sich noch recht rar. Leider sind einige „Kauz-Bäume“ den Fäll-Aktionen zum Opfer gefallen. Hoffen wir, dass die Vögel noch andere Tages-Schlafplätze und vor allem auch Bruthöhlen gefunden haben. Denn ein Frühling ohne Kauzkinder ist zwar möglich, aber eben traurig.
Falls sich in der „Kauz-Szene“ doch was Erfreuliches ergibt, werde ich berichten.
Ansonsten – genießt den Frühling – denn es tut einfach gut!
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