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Aktuelles

1309, 2026

Von |September 13th, 2026|

Achtung – Herbst-Vogelgesänge!

Wir merken es jetzt wohl alle: Die Tage werden deutlich kürzer und die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ist heuer am 23. September nachts um 2.05 Uhr. Und diese Lichtbedingungen – die denen bei der Frühlings-Tag-und-Nachgleiche ähneln, animiert unsere Vogelwelt (natürlich nur die Vögel, die (noch) da sind) zu singen. Nachdem dieser Gesang nun eigentlich im menschlich-wissenschaftlichen Sinn eben keinen Sinn hat – ist er besonders überraschend und anrührend. Denn es geht jetzt um nix, es müssen keine Reviere oder Sonstiges verteidigt oder besungen werden. Es sind im wahrsten Sinne des Wortes: So-da-Gesänge, die sehr entspannt, verspielt und leise erklingen. So hört man jetzt wieder Kleiber rufen, Blau-, Kohl- und Sumpfmeisen singen vor sich hin, Gartenbaumläufer lassen ihre kurzen Strophen hören, machmal ist auch ein Rotkehlchen oder eine Amsel leise mit dabei. Natürlich ist dieser Gesang nicht so wuchtig wie im Frühling – entspannt eben.

Interessanterweise haben die Bäume heuer fast alle heftig gefruchtet, wobei beispielsweise Buchen und auch die Türkische Baumhasel enorm viele Früchte haben und diese jetzt schon frühzeitig abwerfen – klein, mache taub – aber viel. Auch die Eichen bieten viele Eicheln, die Kornelkirschen dagegen waren etwas verhalten – hat aber für Kornelkischen-Marmelade gereicht :-). Momentan sieht es so aus, als hätten unsere Bäume den verrückten Hitzesommer relativ gut weggesteckt – aber eben nur, was man so sieht.

Wie schon erwähnt, haben die Waldkäuze im Engl. Garten heuer nicht gebrütet. Im Norden Münchens scheint es Kauzkinder gegeben zu haben, wie es im Süden oder im Nymphenburger Park aussieht ???
Aber unser „Klasse-Kauz“ in der Tucherpark-Linde ist jetzt – nach einer Sommerpause – doch ab und zu wieder in seiner Höhle, wobei wir uns nicht sicher sind, ob zwischendurch nicht auch sein Weibchen (sie ist eindeutig grau, er ist eindeutig braun) zu sehen ist. Aber egal – es freut alle, die vorbei schaun und ihn oder sie begrüßen können.

Jetzt wird es spannend, was für ein Winter auf uns und die Natur zukommt. Die Berberitzen, die ich letztens im Leutstettener Moor gesehen habe, waren lang und dünn: also sollte es nach deren Meinung ein langer aber nicht zu kalter Winter werden. Wir werden es sehen!

807, 2026

Von |Juli 8th, 2026|

Der Kräuterbuschen am 15. August 26

Auch heuer möchte ich wieder einen „Kräuterbuschen-Spaziergang“ durch den Englischen Garten anbieten, und zwar  am „klassischen“ 15. August. Ich würde um 9 Uhr am Osteingang in den Englischen Garten, Ecke Öttingen-/Hirschauer Str. beginnen. Dieser Treff ist gut zu erreichen mit dem Fahrrad :-), mit dem Bus 154, 54, 58, 68 – ob allerdings die Tram 16 fährt ?? Falls ihr Zeit und Lust habt, und mit dabei seid, wäre eine kurze Rückmeldung nett!

Und der Sommer?

ist echt heftig, aber – wer hat’s schon gemerkt? Am 2. August ist der Tag bereits um 1 Stunde kürzer. Falls wir es dann doch noch nicht so wirklich registriert haben – die Natur tut es. Für uns deutlich machen es die Mauersegler, die ab dem 1. oder 2. August sich auf den Weg ins Winterquartier machen – in den Kongo, wo sich alle Mauersegler der Welt (aus China, Europa, Vorderasien) im Winter treffen. Ich hoffe, dass es für die Vögel ein guter Sommer war und nicht allzu viele Jungvögel wegen der irren Hitze aus ihren Bruthöhlen ins Freie und somit ins Verderben gesprungen sind. Also – hoffen wir!

Was – ich würde sagen – total irre ist, wenn man die Bäume und Sträucher betrachtet: So ein „fettes“ Jahr gabs schon lange nicht mehr, sowohl bei den Buchen, den Hainbuchen, teils auch bei den Eichen, den Obstbäumen, … Sie sind über und über voll mit Früchten. Das wird spannend, weil niemand weiß, was es zu bedeuten hat. Den Mäusen, Vögeln, Siebenschläfern, … ist das egal – für sie wird es ein „lockerer“ Winter.

Die Käuze haben uns heuer so gut wie verlassen – mir ist nach wie vor keine erfolgreiche Brut gemeldet worden, zumindest im Engl. Garten. Weiter im Norden scheint es durchaus Bruten gegeben zu haben – aber hier in der Stadt – ??? Ich hoffe, sie werden im nächsten Jahr wieder zulegen, zumal es ja ein Buch-Eckern-Mastjahr zu geben scheint, das wird für die Mäuse ein guter Winter mit viel Nachwuchs – also können viele „Mäusefresser“ im nächsten Jahr auf gutes Futter hoffen.

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