Singschwäne mit Winter-Frühlingsgesang

Die Wintersonnwende ist vorbei, die Tage werden länger, ab dem 6. Januar schon merkbar und ab dem 2. Februar (Lichtmess) schon eine ganze Stunde. Wettermäßig ist natürlich Winter mit Kälte und Frost, aber vor allem die Vogelwelt „sieht“ es anders: überall ist bereits Reviergesang zu hören und so langsam ziehen die hiergebliebenen Standvögel schon paarweise umher. Draußen, für die Natur, ist „Corona“ wohl kein Thema – im Gegensatz zu den „menschengemachten Ökosystemen“.

Die Winter-Stars, die Seidenschwänze, sind vereinzelt im Süden gesichtet worden, aber auch heuer wird es wieder keinen größeren Einflug geben. Schade. Aber letztlich bedeutet es, dass es im Norden genug für sie zu futtern gibt, und sie unsere Misteln und übrig gebliebenen Früchte nicht brauchen.

Trotzdem gibt es an den Seen, Flüssen und Parks schon viel zu beobachten: balzende Schell-, Reiher-, Mandarin-, Stock-, Krickenten, Gänsesäger – kurz, die Wasservögel sind in Frühlings-Hochzeits-Stimmung. Alles in Allem ein Trost für die Trostlosigkeit in den Städten, Schulen, Kinos, Restaurants, etc.

Für Exkursionen in diesem Frühling wird es schwierig – der Lock-Down macht es eigentlich unmöglich und ein Ende ist nicht in Sicht. Aber ich werde trotz allem am Treff sein, und die Wanderung notfalls alleine gehen – denn all das Früh-Frühlingstreiben ist viel zu hoffnungsvoll und belebend!

Sogar die Waldkäuze im Englischen Garten scheinen auf Familien-Planungs-Tour zu sein und rufen sich bei Sonnenuntergang zu. Leider weiß ich nicht, wo ihre Tages-Schlafplätze sind. So bleibt nur die Hoffnung, dass es im Jahr 2021 im Südteil mal wieder zu einer erfolgreichen Brut kommen wird. Ab Mitte März machen ich mich dann auf, um eventuellen Nachwuchs zu finden. Wenn, dann werde ich berichten.