Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ist/war am 22. September um 15.30 Uhr. An diesem Tag dauert auf der gesamten Welt der Tag 12 Stunden und die Nacht 12 Stunden. Von da ab geht es mit deutlich spürbaren Schritten in die dunkle Zeit hinein, noch dazu wird ja in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober wieder die Zeit umgestellt – auf die Normalzeit.

Die Lichtverhältnisse bzw. die täglichen Lichtänderungen sind jetzt identisch mit denen im Frühling.  Für die Vogelwelt ist dies ein Grund, zu singen – auch wenn keine Brutzeit bevorsteht. Der Gesang (natürlich nur von den Vogelarten zu hören, die noch da sind und nicht in den Süden geflogen sind) ist relativ entspannt und verspielt, mal laut und mal leise. Es ist richtig schön, ihnen zuzuhören und eventuell sogar mit zu singen. Ich habe oft den Eindruck, die Vögel hören gut zu und reagieren mit Variationen.

Bei den Waldkäuzen im Englischen Garten tut sich nichts. Was interessant ist, dass ein Waldkauz-Paar im Stadtgarten an der Isar heuer Nachwuchs hatte (davon hab ich vorher noch nie was gehört) und dass zur Zeit auch in der Nähe des Luitpoldparks des nachts ein Kauz ruft. Im September suchen die Kauzmännchen sich ein Revier zu erobern – und rufen. Scheints versuchen die Waldkäuze es sich in der Stadt gemütlich zu machen. Schön!